find true love dating site -> true love dating site india -> "Versunken, auf ewig versunken ..."

reiseangebote für single mit kind Was Frau Sage aus längst vergangener Zeit zu erzählen weiß:

In den Tälern und auf den Höhen unserer engeren Heimat gibt es viele Sagen, die uns überliefert werden von Generation zu Generation, von Ereignissen aus längst vergangenen Zeiten berichten, die damals unsere Altvordern entsetzten und erschaudern ließen.

Im Wandel der Jahrhunderte wurden sie von rankendem Beiwerk umzogen, und kaum in ihrem ursprünglichen Kern erkennbar, geben sie Kunde von Freud und Leid längst vergangener Geschlechter.

Viele Sagen unserer lieben Heimat rund um den Elm wissen von allerlei Teichen, Wasserlöchern, Erdfällen und Sümpfen zu berichten, in deren geheimnisvoller Tiefe bespannte Kutschen, schwerbeladene Wagen, einsame Reiter und pflügende Bauern für alle Zeit auf ewig versunken sind.

So soll zum Beispiel bei Schöppenstedt, links von der Chaussee nach Sambleben, eine Kutsche untergegangen sein.

In der Grundlosen bei Warle soll sich eine ähnliche Begebenheit ereignet haben und von dem Bornumer Erdfall, am Nordhange des schönen Elmes, weiß die Sage zu erzählen, dass in ihm in einer dunklen Herbstnacht des Jahres 1809 ein Bauer aus Rotenkamp mit Pferd und Wagen verschwunden ist, dessen verziertes Zaumzeug man später in der Scheppau, einem kleinen Wasserlauf unweit Bornums, gefunden hat.

Wie sehr diese Sagen im Volke verwurzelt sind, zeigt uns für Königslutter am Elm die Erzählung über das sogenannte "Kutschenloch", das sich linker Hand "Unter den Eichen", auf dem Wege nach dem Lutterspring zu, befindet. Von diesem kleinen, mit einer sauberen Umzäunung versehenen Wasserloche, erzählt der Volksmund sich folgendes:

In der alten Stiftskirche des Klosters Lothar zu Königslutter befand sich in einer kleinen Kapelle ein wundertätiges Gnadenbild der Mutter Gottes. Vielen Menschen, die hier zur Mutter des Heilands gebetet hatten, war auf wundersame Art Hilfe und Linderung ihrer Schmerzen geworden. Aus nah und fern kamen die Leute, um bei Krankheit und Not zur heiligen Jungfrau von Königslutter zu flehen.

Eines Tages kam auch ein reicher Mann, der seit langem krank und hilflos war, um durch ein Wunder der Himmelskönigin Gesundheit zu erhalten. Kaum sah er jedoch die sehr einfach anmutende Statue, die in ihrer kleinen Kapelle lächelnd dem Besucher den strampelnden, pausbäckigen Christusknaben entgegenzuhalten schien, als er verstockten Herzens voll Spott und Hohn die reine Jungfrau zu lästern anfing.

Der reiche Mann verließ den Ort der Gnade, ohne gebetet zu haben. Fluchend und schimpfend raste er in seiner mit vier Pferden bespannten Kutsche von dannen.

Über den Bergen und Tälern des Elms hatten sich dunkel die Wolken zusammengezogen, es war eine Schwüle, die aus den Pfuhlen der Hölle zu kommen schien. Die Sonne hatte sich verfinstert und Blitze zuckten unbeirrlich durch die schwüle Luft.

Da scheuten plötzlich die Pferde, in wilder, rasender Hast jagten sie dahin, um in einem dunklen, grundlosen Wasserloche, das sich ihnen plötzlich in den Weg gelegt hatte, zu versinken.

Seit dieser Zeit heißt jenes Loch, an dem es des Nachts nicht geheuer sein soll "dat Kutschenlok".

Mahnend hebt die Mutter den Finger, wenn sie ihren Kindern von dem frevelnden Spötter erzählt.

free flirt and chat sites Von Heinz-Bruno Krieger im "Tageblatt für Königslutter" 1953

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