dating sites on facebook in south africa -> dating sites for fbb -> In den Zwölfen

free dating sites in hull In den "Zwölfen", das sind die Tage und Nächte zwischen Weihnachten und dem heiligen Dreikönigstag singles in bremerhaven zoo [6.Januar] ist es nicht geheuer. Da gehen die Geister des Nachts um.

Die wilde Jagd zieht durch die Lüfte und mit wildem Getöse braust sie über Asse, Elm und Dorm.

Ich weiß nicht, wie oft die Mutter uns Kindern von den vielen Erlebnissen aus ihrer Kindheit erzählte, die sich alle in den "Zwölfen", jener geheimnisvollen Zeit, zugetragen haben sollen. Einmal war ich Zeuge, wie die alte Frau Warnecke, die hinter der "Mure", der heutigen Wallstraße, wohnte, weinend meiner Mutter geklagt hatte:
"Herre ick man doch nur nich inne Twölwe dä Wäschelinnige hängen e'laten, use Karlchen könne hüte noch an' Lewen sein."
best japanese dating site for foreigners [Hätte ich man doch nur nicht in den Zwölfen die Wäscheleine hängen lassen, unser Karlchen könnte heute noch am Leben sein.]

Mutter hatte dazu geheimnisvoll genickt und ihrer alten Schulfreundin mitfühlend zugesprochen. Als wir dann wieder einmal bei Anna Schrader, Mutters bester Freundin seit ihrer Kindertage, des Abends in der Küche zusammensaßen und wie so oft alte Geschichten erzählt wurden, da berichtete diese, mir ist es noch genau in Erinnerung als wäre es gestern erst gewesen, wie sie einstens, vor vielen, vielen Jahren Zeuge eines Gespräches gewesen sei, das ihr Großvater, der alte Krischan Schrader mit seinem Nachbarn, dem alten Christian Gier, geführt habe.

Die beiden Alten saßen vor dem Schraderschen Hofe in Stift Königslutter und schmökten in aller Ruhe ihr Pfeifchen Toback.
"Ich war damals", so sagte die alte Frau, "ein ganz kleines Mädchen und ging noch nicht in die Schule. Mein Großvater fragte den alten Gier, von dem allgemein bekannt war, dass er die Gabe des zweiten Gesichtes besitzen würde, ob er ihm wohl sagen könne, wer von ihnen beiden der nächste sein würde, der von dieser Erde gehen werde. - Der alte Christian Gier war ganz still geworden. Es war mir, als sah er durch mich hindurch in weite Fernen, so, als wäre er gar nicht mit seinen Sinnen bei uns, vor unserem alten Hause, auf dem an diesem Morgen der helle Schein der Frühlingssonne lag. Als aber mein Großvater immer wieder seine Fragen wiederholte - wie es eben solche alten Leute in ihrer Einfalt oft hartnäckig und eigensinnig zu tun pflegen, da war es, als erwache der alte Gier aus einem tiefen Schlaf - als käme er von weit her in die Wirklichkeit zurück.
Er antwortete dem Großvater, dass in diesem Jahr beide noch nicht dabei sein würden und dass sie beide noch eine kurze Frist auf dieser Erde hätten, bis es für sie so weit sein würde. Der lange Zug aber würde bis dahin ohne sie beide weiterhin über den Kreuzweg schreiten....

"Mir wurden ganz grulig zumute", sagte Anna Schrader, die nun inzwischen längst verheiratet war und Frau Mispelhorn hieß und deren Sohn Ernst-August, ein lieber Freund und Spielgefährte von mir, später aus Russland nicht zurückgekehrt ist. -
"Ich stand ganz still, wie festgebannt", so erzählte sie weiter, "hörte zu, wie sich die beiden Alten von der Gabe des 'Zweiten Gesichtes' erzählen".

Jährlich kehrte der Zwang wieder, der Christian Gier seit seiner frühesten Jugend belastete. Jahrein und jahraus musste er in der Silvesternacht, wenn die Glocken von Ferne das neue Jahr einläuteten, zum Kreuzweg eilen, um Zeuge zu sein, wie ein langer Zug stummer und bleicher Gestalten, vom Stifte her, heraufgezogen kam, um schweigend an ihm vorbei in das Dunkel der Nacht zu verschwinden. Mann und Frau, Jüngling und Greis gingen im bunten Reigen an ihm vorbei.
Nicht selten sehe er, dass eine Mutter ihren Säugling an die Brust gepresst mitten in der Reihe derer schreite, um mit dem Zuge im Dunkel der Silvesternacht zu entschwinden. Alle diese schemenhaften Gestalten nun, die der alte Gier an sich vorüberziehen sah, waren die Menschen aus Königslutter, Oberlutter und Stift Königslutter, die im neuen, vor ihnen liegenden Jahr das Zeitliche segnen würden.

Großvater Schrader hatte den alten Gier mit keinem Wort unterbrochen. Er hatte zu der Erzählung nur hin und wieder mit dem Kopfe genickt und der alte Christian Gier habe sich wie abwesend über seine alten, hellen Augen gestrichen.

"Ich bin dann ganz verwirrt ins Haus gelaufen, meine Mutter hat mich an sich gedrückt und beruhigend gesagt, ich solle mich doch ja nicht über das Gehörte aufregen,
'et wörre ja doch allet nur dummet Tüg, wat sick dä beien Olen da vertellt härren'
dating site for japanese [es wäre ja doch nur alles dummes Zeug, was sich die beiden Alten da erzählt hätten].
Aber ich glaube, ganz sicher war meine Mutter bei diesen Worten selbst nicht gewesen. Es war da noch etwas.

Wir haben es alle nicht glauben können. Damals war ganz Königslutter in großer Aufregung. Der alte Gier hatte in einer Silvesternacht den jungen Oberförster Culemann im Zuge mitgehen sehen. Er hatte dieses wohl auch meinem Großvater gesagt, aber dieser hatte nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Im selben Jahr noch hat sich der Oberförster Culemann auf dem Elme erschossen. Da er ein liebenswürdiger und allgemein beliebter Mann gewesen war, hat dieser Freitod die Menschen in Stadt und Land sehr erschüttert, zumal sich sein Vater, der alte Stadtrat Wilhelm Culemann, auf der Neuenstraße, ebenfalls das Leben genommen hatte."

Die alte Frau Mispelhorn verstand es sehr gut, uns alle diese Erinnerungen aus ihrer Kindheit sehr eingehend und bestimmt zu erzählen. Wir alle waren hiervon sehr tief beeindruckt gewesen. Da ich im Laufe der Zeit von vielen alten Leuten ähnliche Erzählungen über den alten Spökenkieker Gier gesagt bekam, habe ich einmal - Jahrzehnte später - im Kirchenbuche der alten Stiftskirche zu Königslutter nachgeschlagen, um hier eventuell nähere Einzelheiten über diesen seltsamen Mann zu erfahren.

Dort fand ich dann auch, dass der alte Geisterseher Christian Gier in einer Silvesternacht vor nun wohl über 150 Jahren und mehr, im Stifte geboren worden ist.
Was gäbe es wohl nicht noch alles zu erzählen, um die Geheimnisse und die seltsamen Gebaren, die gerade in den zwölf heiligen Nächten bei uns - in meiner Kindheit am Elm - noch lebendiges Brauchtum waren.

Wir haben unsere Schuhe jedes Mal so vor das Bett gestellt, dass kein Fremder, kein Geist in sie hineintreten konnte. Die Bettzipfel habe ich mir über die Ohren gezogen; draußen heulte und stürmze der Wind, rüttelte und zerrte an den Dachziegeln, orgelte und pfiff eine laute, schauerliche Melodie, deren Echo im Schornstein seltsam wiederklang. Im Balken klopfte die "Totenuhr", leise und kaum vernehmbar, doch wiederum immer gegenwärtig. Wir haben auf unsere Träume geachtet und daran gedacht, dass alles, was man in den "Zwölfen" träumt, in Erfüllung gehen soll.

Der wilde Jäger Hackelberg jagte in den Zwölfen in den Lüften und es sollte in Langeleben auf dem Elme Leute geben, die gesehen haben wollen, wie er in der "Jütte", einem kleinen, verwunschenen Teiche nahe des Weilers Langeleben, seine Pferde tränken ließ.

Die Tiere konnten sich in den Geisterstunden dieser Nächte mit den Menschen unterhalten. Mutter wusste auch noch von ihrer Mutter, dass die Frauen zu ihrer Zeit sorgsam den Spinnewocken gehütet haben, da sonst nicht selten die alte Hark'sche in die Stuben und Kammern gekommen sei, um in den Zwölfen das Garn zu verheddern.

Glaube der Ahnen - Nächte in der Scheide - voller Geheimnisse, voller Ahnungen? -

Unser Leben dauert nur eine kurze Zeit und was wissen wir schon von den Geheimnissen der Gewalten?

dating sites hull uk Heinz-Bruno Krieger

dating in durban kzn