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Elmsagen - Einleitung

tanzania online dating sites Der Elmwald, mit seinem weiten Kranz von Städten und Dörfern, ist reich an alten Sagen und Erzählungen. Im Volke gewachsen, haben sie sich von Generation zu Generation forterzählt und erhalten.

Die Volkskunde hat von jeher großen Wert auf diese Sagensammlungen gelegt, geben sie doch wertvollen Einblick in die Mentalität der Menschen, in die Volksseele schlechthin. Gleich den Sprachgrenzen in der Mundartforschung zeigen die Sagen nicht unbedeutende Aufschlüsse über das Volksdenken, den Volksglauben und nicht zuletzt über geschichtlich zu belegende Ereignisse, die sich seit Jahrhunderten im Volksmunde bewahrt haben.

Die Sage ist somit eine ungedruckte Chronik der Volksseele, die sich aus Urvätertagen bis in unsere Zeit hinein immer wieder aufs neue, in den verschiedensten Variationen verjüngt und mit den Generationen - mit der Zeit - mitgeht.

Für das Elmgebiet sind bisher nur vereinzelt - im Gegensatz zu dem Harzgebiet - Sagen und volkskundliche Erzählungen in den Sagensammlungen Niedersachsens aufgenommen worden. Diese wiederum auch nur in heute längst vergriffenen Publikationen, die im Buchhandel nicht mehr erhältlich und daher dem interessierten Laien kaum oder schwer zugänglich sind.

Der Verfasser, der seit Jahrzehnten in den Dörfern und Städten rund um den Elm nach diesen alten Sagen geforscht, der in vielen Bauernstuben gesessen und gelauscht hat, wenn die Alten von dem Erbgut ihrer Ahnen am Elm, von Hexenspuk und Deuwelskram, von Gutem und Bösem erzählten, hat es sich zur Verpflichtung gemacht, dieses alte Volksgut der Jugend und somit der Heimat mitzuteilen und zu erhalten.

Bestärkt wurde der Verfasser in dieser Aufgabe noch durch die Feststellung, daß gerade die Zeit nach dem zweiten Weltkriege - bedingt durch den Strukturwandel der Bevölkerung, fanden doch auch in unserem Elmgebiet viele Menschen aus dem Osten eine neue Heimat, bedingt aber auch durch den ungeahnten und geradezu als elementar zu bezeichnenden Aufschwung von Technik und Verkehr, die unaufhaltsam ihren Siegeszug bis in die letzten Dörfer, den letzten Winkel genommen haben - kaum noch Platz für die Sagen und Mären der Alten zu finden ist.

Der Fernsehapparat verdrängt die Stunde der "Schummerijjen", in der sonst die Großmutter den Kleinen von den alten Überlieferungen "sagte" und erzählte. Der Mensch der Jetztzeit hat auch oft eine früher weniger zu beobachtende Scheu fremden Fragestellern gegenüber, Einblick in seinen Glauben, in sein Denken über diese alten und eigenartigen Dinge zu geben.

So entstehen heute in der Sagenforschung große Schwierigkeiten und Hindernisse, die nur selten durchbrochen werden können. Um nicht als rückständig oder gar als abergläubisch zu gelten, verleugnet man somit uraltes Volkswissen, das wertvolle Aufschlüsse für die Volkskunde geben könnte.

Gerade darum ist der Verfasser dieser Sagensammlung sehr glücklich, der schönen Elmheimat durch die Veröffentlichung dieser Sagen einen Wunderborn erschließen zu können, der mit seinem reichen Quell uralter Überlieferung Kunde gibt von dem Denken und Glauben, Lieben und Sterben der Menschen rund um den Elm.

Dank gebührt den vielen, oft schon längst verschiedenen Männern und Frauen in Stadt und Land, die in rührender Weise bereitwillig Auskunft gaben.

Heinz-Bruno Krieger