online dating gay asian -> does online dating work for asian guys

partnersuche kostenlos portugal

Der Mord an dem Scharfrichtersohn

partnersuche pfalz kostenlos Vor vielen Jahren, ehe die Uders die Schinderei in Oberlutter erwarben, hat hier eine junge, schöne Scharfrichterswitwe mit ihrem Sohne gelebt. Sie heiratete aber wieder, und es dauerte nicht lange, so war dem Stiefvater der immer fröhliche und fleißige Knabe ein Dorn im Auge.

Der böse Mann wollte alles für sich allein besitzen und gönnte dem Knaben sein Erbe nicht. In seinem argen Sinn grübelte er nun darüber nach, wie er den rechtmäßigen Sohn und Erben des reichen Besitzes aus dem Wege schaffen könne, und wenn er mit seinen Freunden die Nächte durchzechte, so hatten ihm diese oft geraten, den Knaben doch einfach totzuschlagen.


Der Gasthof Zur Traube In dem Gasthaus "Zur Traube" in Königslutter, am Henkertische, wurde dann bei Ducksteinbier und Branntwein ein teuflischer Plan ausgeheckt. In der Schmiede, linker Hand von der "Traube", dort wo heute das rote Backsteinhaus steht, diente damals ein Schmiedegeselle, den man für jene böse Tat mitgewonnen hatte.

Er gab anderentags dem freundlich fragenden Knaben einen Schmiedehammer, den dieser auf Geheiß des Stiefvaters holen sollte. Es war in einer stillen Sommernacht, als man den Jungen an die Grenze des großen Gartens, der Haus und Hof der Schinderei umgab, gelockt hatte. Voll der schönsten Früchte neigten sich die Zweige des alten Birnbaumes und aus dem Dunkel der Nacht schienen geheimnisvolle Stimmen zu raunen.

Der Knabe mag gedacht haben, daß böse Buben die schönen, reifen Birnen stehlen wollten; er lief zum Birnbaum und wollte dieses verhindern. Doch der Junge konnte nicht weiterdenken. Rohe Hände schlugen auf ihn ein. Mit dem Schmiedehammer, den er morgens selbst geholt hatte, zerschmetterte man ihm den Schädel.

Die Leiche des so schändlich Ermordeten verscharrte man unter dem alten Birnbaum. Doch die Mörder hatten kein Glück. Ihre Untat wurde bald entdeckt. Ein treuer Schäferhund fand die Leiche seines jungen Herrn.

Den bösen Kerlen hat man darauf den Prozeß gemacht und dann zur Richtstätte geschleift, wo sie enthauptet wurden. Hierbei sollen so viele Menschen nach Lutter gekommen sein, daß die Straßen voll Pferdegespanne gestanden haben.

Man hat aber oft des Nachts hier Spukedinger, Geister und dergleichen gesehen, daß sich niemand hier noch spät in die Nähe gewagt hat.

Als später der alte Strebe die Abdeckerei gekauft hatte, wollte er einmal des Abends spät durch den Garten nach seinem Hause hingehen. Wie er nun an den alten Birnbaum kam, war es ihm einfach unmöglich, nach seinem Hause hin weiterzugehen. Ihn war es, so hat er später oft erzählt, als ob sich um seine Füße etwas dränge, es stöhnte und winselte, und es war dem bärenstarken Manne, als wollte ihn etwas Unheimliches in dieses Unerklärliche, Spukhafte hineinziehen.

Der Abdecker Strebe, hat sich in Schweiß gebadet, hin und her gewunden, bis er sich mit aller Gewalt losgerissen hat, in dem er den Vers gemurmelt hat "Jesus meine Zuversicht". Über den Kattreppeln und die Renne hinweg, hat er dann endlich sein Zuhause erreicht.

Wie er ins Zimmer gekommen ist, taumelte er und war keines Wortes mehr fähig und kreideweiß. Nach vielem Drängen und Fragen erzählte er dann später den Seinen von seinem unheimlichen und grausigen Erlebnis am Birnbaum im Schindergarten.

Wenige Tage später hat der alte Strebe den Baum, der die dicksten und saftigsten Birnen von ganz Lutter gehabt hat, umhauen lassen. Das ist aber so um 1895 herum gewesen.

Seit jener Zeit ist hier an der Grenze zum Mauernkamp nichts Unnatürliches mehr gesehen worden.

Von Abdecker Friedrich Strebe und dessen Schwester Frau Hoburg geb. Strebe, Königslutter