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Der mißgünstige Meister und sein Geselle

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Der erste Gewölbeträger mit Augen Im Kreuzgange der alten Stiftskirche zu Königslutter sind zwei in Stein gehauene Gewölbeträger, von denen einer keine Augen hat. Sie sind ihm zerschlagen worden. Hiervon weiß man nun aber folgendes zu erzählen:

Als vor vielen Jahrhunderten der Kreuzgang erbaut wurde, haben hier ein Meister und sein Geselle die schönen Säulen mit kunstvoller Hand gemeißelt. Viele Säulen waren so schon in mühevoller Arbeit vollendet, und des Gesellen Augen leuchteten immer wieder frisch auf, wenn so ein neues Stück Schönheit entstanden war.


Der zweite Gewölbeträger ohne Augen Aber auch die Augen des alten Meisters glühten. Es war aber nicht die Freude am Gelingen des Werkes, sondern es war blinder Haß, geboren aus Neid und Mißgunst, denn der Alte gönnte dem Jungen nicht, daß dieser besser arbeitete als er.

Wie nun so die herrliche Säule mit den wunderschönen Palmetten verziert, die schönste von allen erstanden war, griff der alte Meister voll Wut und Ingrimm zum Meißel und stach dem jungen Gesellen die Augen aus.

Es hat dem bösen Meister aber nichts genützt. Kein Werk wollte hinfort mehr gelingen. Als letzte Arbeit schuf er noch eine schlichte, einfache Säule.

Er ist seiner bösen Tat nicht mehr froh geworden, und soll bald danach elendig umgekommen sein. Die Steinmetzen aber setzten dem Meister und dem Gesellen ein Denkmal.

Seit vielen Jahrhunderten tragen nun beide Männer die Gewölbe des weltberühmten Kreuzganges. Der Nachwelt aber sollen diese Gestalten ein Zeichen sein, wie Neid und Mißgunst die Wurzeln allen Übels sind.

Von vielen alten Leuten in Königslutter