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Der Tetzelstein im Elm

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Der Tetzelstein im Elm Auf dem Elme, ungefähr halben Wegs nach Schöppenstedt zu, liegt der Tetzelstein, wo heute noch ein Stein an folgende Begebenheit erinnert:
Vor vielen Jahren hatte sich einstens eine große Menge Menschen vor der Stiftskirche in Königslutter eingefunden. Der bekannte Ablaßhändler Tetzel war gekommen, um seine Ablaßzettel auch hier zu verkaufen.
"Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel springt."

So sagte der Tetzel zu den Leuten, und viele Männer und Frauen haben daraufhin für ihr gutes Geld Ablaß erworben. Das Geschäft war sehr lohnend gewesen. In kurzer Zeit war der schwere, mit Eisen beschlagene Kasten voll der schönsten Gulden und Dukaten.

Da trat an den zufriedenen Pater Tetzel ein Edelmann heran, Ritter Hagen genannt, der auf dem nahen Hagenhofe seine Burg hatte:
"Frommer Mann, mit Verlaub! Gestattet mir bitte eine Frage! Ist es möglich, einen Ablaßschein zu erkaufen für eine Sünde, die ich erst noch begehen will?"

"Ei", sprach der Pater, "das ist eine gar schwierige Sache, ihr wollt doch wohl keinen totschlagen, oder gar umbringen lassen?" Ritter Hagen antwortete, daß niemand an Leib und Seele etwas geschehen solle, nur plane er einen Überfall auf einen reichen Mann, und das wäre doch weiter nicht schlimm.

Tetzel gab dem Ritter daraufhin einen Ablaßschein, nur mußte er dafür mehrere harte Taler extra bezahlen. Als nun Pater Tetzel am anderen Morgen durch den Elm gen Schöppenstedt zog, um in dem Wallfahrtsorte Küblingen seinen Ablaß zu predigen, sprengten aus dem dichten Busche plötzlich Knechte. Verdutzt und mächtig schimpfend wehrte sie der nichts Gutes ahnende Tetzel ab.


Elmsagenbrunnen Königslutter Zollplatz: Die Tetzelsteinsage Aber es half dem frommen Manne nichts, der schwere Geldkasten wurde ihm fortgenommen. Wie nun der erboste Pater die frechen Räuber in den tiefsten Pfuhl der Hölle wünschte, trat Ritter Hagen hinter einem Baume hervor, hielt ein Blatt Papier empor und sagte mit lachender Stimme, daß dieser Überfall keine bösen Folgen habe, denn für diese Tat habe er er ja schon gutes Geld bezahlt.

Ritter Hagen hat darobhin das Geld unter dem Volke verteilt und die Kiste wurde an einer dicken Kette nach dem Kloster Königslutter zurückgeschleift, wo sie noch viele Jahre hindurch in der Stiftskirche gezeigt wurde.

Auf dem Elme aber, an dem Orte, wo Tetzel seinen schweren Geldkasten Ritter Hagen geben mußte, hat man einen Stein errichtet, der noch heute im Volke der "Tetzelstein" genannt wird.

Von vielen alten Leuten am Elm