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Die Gräfin von der Streithorst

uk top 40 singles chart january 2015 (full songs / hq) Nördlich von Schliestedt zieht sich zur Höhe hinauf ein kleiner Wald, welcher das Lab. genannt wird. Er gehört jetzt, wie vor alters, der Gemeinde. Einmal aber entstand dieses Gehölzes wegen ein Streit, in dem die Edelherren auf dem Schlosse (es waren die von der Streithorst) es als ihr alleiniges Eigen beanspruchten.

Es kam nun zu einem Prozesse, in dem entschieden werden sollte, wem der Wald gehöre. Aber die Entscheidung zog sich lange Zeit hin. Endlich beschwur eine Gräfin von der Streithorst, daß ihre Familie das Gehölz seit ewigen Zeiten zu erb und eigen sei. Damit war die Sache erledigt, und der streitige Wald wurde den Herren von der Streithorst zugesprochen.

Aber jener Eid war falsch geschworen. Als es nun mit der Gräfin zum Sterben kam, sah sie immer von ihrem Lager aus den Wald und konnte nicht von ihrem Leben kommen. Da hat sie in ihrer Seelenangst das Fenster aufgerissen und laut hinausgerufen:
"Lieber Land und Leute verloren
Als einen falschen Eid geschworen!"

Andere Leute wissen hierüber noch folgendes zu sagen:
Um das Lah war es zur Zeit der berüchtigten Besitzer der Rittergüter Küblingen und Schliestedt, der Herren von der Streithorst, zwischen diesen und der Gemeinde Eitzum zu Streitigkeiten und langwierigen Prozessen gekommen, die aber zum Nachteil der Gemeinde Eitzum ausliefen. Die Frau von der Streithorst habe aber die Finger zum Schwur erhoben, daß das Holz von alten Zeiten her zu Küblingen gehört habe.

Als sie nun zum Sterben kam, konnte sie keine Ruhe finden. Kein Pastor und auch nicht der Superintendent aus Schöppenstedt konnte sie trösten. Bei der Einsargung nun zog man der Toten ein schwarzseidenes Kleid an und versah ihre Hände mit feinen, ledernen Handschuhen.

Aber schon bei ihrer Beisetzung nach drei Tagen sahen die Hinterbliebenen, daß die Nägel an den drei Fingern der rechten Hand, mit denen sie den falschen Eid geschworen hatte, lang durch das Leder gewachsen waren.

Theodor Voges, Sagen a. a. O. S. 294 und von Kantor Paul Gleitz, Schöppenstedt