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Ein Besuch in Lelm!

free mobile chat rooms india Die Astern und die Dahlien blühen!
In allen Farben leuchten sie bunt in den Spätsommertag hinein. Fern stehen Elm, Elz und Schieren.

Ich gehe mit meinem Enkel durch die winkeligen Gassen und Stege, sehe in verschachtelte Höfe, Ecken und besuche meinen alten, lieben Freund Heinrich Geffers auf seinem Hofe an der Woorth.

Es ist immer wieder eine Freude, den guten alten Mann zu besuchen. Als Bürgermeister stand er viele Jahre der Gemeinde vor. Unvergessen sein Kampf um die Selbständigkeit seines Dorfes.

Wenn jemand über die Vergangenheit des Dorfes Lelm Bescheid weiß, sich als hervorragender Chronist verdient gemacht hat, so ist es dieser Mann, dessen Ahnen seit vielen Jahrhunderten hier gewohnt haben. Er zeigt mir seine neueste Arbeit, die er über Lelm geschrieben hat, legt mir alte Papiere vor. Wir plaudern über die Geschichte, die Geschlechter dieses uralten Bauerndorfes am Elm.

Geschichte und Gegenwart binden die Zeit zu einer kontinuierlichen Einheit. Ich sehe die vielen alten Bilder, den Pferdehalfter und die Trensen, den Dreschflegel in der großen Däle an der Wand.

Beim Abschied drücke ich die Hand des Freundes, der so viel, sein ganzes Leben, für das Dorf, für sein Lelm getan hat.

Meine Gedanken gehen zurück zu dem alten Pastor Dünnhaupt, dessen Aufzeichnungen mich schon als Junge gefesselt haben; denke an die beiden alten Schwestern Bethmann, deren Gast ich so oft, vor Jahren, gewesenwar. Sie hatten mir so viele gruselige Spukgeschichten, alte Überlieferungen erzählt - die schönsten Sagen ihrer Elmheimat, ihres Heimatdorfes - dass ich ihnen noch heute, nach Jahrzehnten dafür dankbar bin.

Meinem Enkel Dirk Evers sage ich, dass seine Vorfahren seit einem halben Jahrtausend in vielen Linien, hier, auf den Höfen des Dorfes, ihr Leben gelebt haben. Doch was versteht schon ein Knabe von acht Jahren von den Gedanken eines alten Mannes?

Wichtig ist ja nur, die Kinder schon früh aufmerksam zu machen, hinzuweisen auf die Schönheiten am Wege, aber auch auf Heimat und Familie.

Wir gehen in die Kirche, bewundern die Bilder des Malers Walter Klapschinski, ein Sohn des Dorfes, der diese Bilder seiner Heimatkirche malte und schenkte. Eine evangelisch-lutherische Kirche, in der am Altar das Ewige Licht brennt.

Vor meinem geistigen Auge steht der junge Pfarrer im bunten Ornat, der die alte Gemeinde mit neuem Leben erfüllt.

Weiter gehen wir, dem heimischen Hofe der Evers zu. Über allem weitet sich endlos der blaue Himmel. Das Dorf ist erfüllt vom pulsierenden Leben der Gegenwart. Auf dem Spielplatz, seitlich am Wege, tummeln sich viele Kinder.

Gebe Gott auch in Zukunft seinen Segen!

Heinz-Bruno Krieger