free live chat astrologer -> partnersuche kostenlos und ohne anmeldung spielen

singlebörsen für junge leute chat

Der Maler Max Beckmann und Königslutter

partnersuche schweiz gratis service singlebörsen für junge leute camping Erschienen im "Moosholzmännchen", heimatkundliches Beiblatt des lutterschen Stadtbüttels Februar 1984

Der Maler Max Beckmann wurde am 12. Februar 1884 zu Leipzig geboren. Sein Geburtstag jährt sich so zum 100.mal.

In vorliegender Aufzeichnung soll festgestellt werden, was den großen Maler, der Weltruhm erlangt hat, mit Königslutter verbindet!


Gedenktafel am Geburtshaus von Berta Düber, der Mutter des Malers Max Beckmann Beckmanns Eltern wurden am 15. September 1867 in der Stadtkirche getraut. Die Mutter, Berta Düber, ist in dem Hause "Schuh-Eilers" am Markt geboren. Betrachtet man nun die Ahnentafel des großen Malers, so stellt man fest, daß die Vorfahren bis ins Mittelalter hinein in der Mehrzahl aus dem alten Amte Königslutter stammen, und daß sie ferner Söhne und Töchter vieler Dörfer unserer engeren Heimat sind, die heute alle Ortsteile der Stadt Königslutter bilden.

Der Vater Beckmanns war als Mehlgroßhändler für wenige Jahre nach Leipzig verschlagen, so daß zu dieser Stadt keinerlei genealogische Bindungen bestehen.

Der älteste Ahn Beckmanns in der väterlichen Filiation ist der Kothsaß Severin Bethmann, der Ende des 16. Jahrhunderts in Leim geboren ist. Die Bethmanns, eine uralte Lelmer Familie, werden schon in den Erbregistern Anfang des 16. Jh. erwähnt.

Hier haben wir ein typisches Beispiel wie durch Hör- oder Schreibfehler eine Namensumbenennung erfolgen kann. Severin Bethmann verheiratete sich nach Bornum, wo Beckmanns Urgroßvater 1753 geboren wurde.

Dieser verheiratete sich mit einer Wiele, deren Familie viele Jahrhunderte in Süpplingen ansässig war.

Es sind viele Geschlechter, viele Menschen, die alle notwendig sind, damit wir heute leben.

Wir finden in der Ahnentafel Beckmanns viele Berufe. In der Mehrzahl waren es Bauern und Handwerker, wir finden aber auch, neben einfachen Bürgern, ausgefallene Beschäftigungen, wie "Bader und Chirurgus", Ziegelmeister und Wassermüller.

Gehen wir nun von dem genealogischen Grundsatz aus, daß der Sohn der Tochter in der Regel immer auf den Vater der Mutter artet, so müßte unser Max Beckmann viele Wesensmerkmale von dem Bürger, Brauer und Stärkefabrikanten Joh. Heinrich Friedrich Düber mitbekommen haben, der Vater seiner Mutter war.

Dieser Düber war viele Jahre hindurch im Rate der Stadt Königslutter, hatte sich an vielen Projekten beteiligt und zählt zu den bedeutenden Männern der Gründerjahre, denen wir hier in unserer Elmstadt den Einstieg in die Industrialisierung verdanken.

Er war Besitzer des Grundstückes Markt Nr. ass. 76 (= heute Schuh-Eilers) und Markt Nr. ass. 167 (heute EsKa). Beide Grundstücke besaßen die Braugerechtigkeit.

Der Großvater Düber entstammte einer uralten Bauernfamilie, die ursprünglich aus Süpplingenburg kam. Der älteste bekannte Ahn ist hier Paul Düvel (auch Teuffel)!! - der uns als Schuhmachermeister zu Süpplingenburg Ende des 16. Jh. beurkundet ist.

Sein Urenkel, Phillipp Düver heiratet 1708 in den alten Homann'schen Hof in Rottorf ein und dessen Urenkel, Jacob Düber, ist der Urgroßvater Max Beckmanns.

Auch hier können wir wiederum gut verfolgen, wie sich der Familienname von "Düvel (Teuffel)" über Düver auf Düber verändert hat.

Es ist schon ein "Puzzlespiel", Ahnenforschung zu betreiben und die vielen, vielen Menschen einzuordnen, um sie richtig bestimmen zu können.

Jacob Düber hatte den Krieg gegen Napoleon mitgemacht. Nach der Schlacht bei Waterloo hatte er die Waterloomedaille bekommen und als Sergeant verabschiedet, ehelichte er zu Sunstedt Margarethe Schäfer, die einer uralten Sunstedter Familie entstammte.

So ergeben sich natürlich für den Genealogen interessante Ergebnisse. In Königslutter leben sehr viele Familien heute noch, die alte Ahnengemeinschaft mit dem großen Maler Max Beckmann haben. Nur leider fehlt bei vielen Menschen das Interesse an dem Wissen um die Herkunft ihrer Familie, und so auch die Kenntnis der Verbindung mit Beckmann.

Im 17. Jh. lebte in dem Hause Marktstraße Nr. ass. 12 (= heute Blankmeister) der Bürger und Schneidermeister Hans Fasterling, auch er zählt in der VIII. Generation zu den Ahnen des Malers.

Seine Frau war Margaretha Sophia von Horn. Durch diese Urmutter zählen zu den Vorfahren Beckmanns viele alte Patriziergeschlechter der alten Hansestadt Braunschweig, die bis in das 13. Jahrhundert nachweisbar sind.

Dieser kleine Aufsatz kann natürlich nicht auf die vielen, vielen Ahnen einzeln eingehen. Er soll nur zeigen, wie der große Maler Max Beckmann, durch unzählige Vorfahren eng mit Königslutter, eng mit unserer Heimat verwurzelt ist.

Bedenkt man, daß Jahrhunderte hindurch die Einwohner von Rottorf auf dem alten Stiftskirchhof vor der Stiftskirche begraben wurden, daß sie hier am Elm lebten und arbeiteten, so kann man hieraus schon ermessen, wie unsere Stadt, unsere Dörfer Heimatland für alle waren.

Max Beckmann, der gebrandmarkt als "entarteter Künstler" 1937 nach Amsterdam ins Exil ging, folgte 1947 einem Ruf nach St. Louis (USA).

1949 und 1950 unterrichtet er in New York, wo er, an einem neuen Wendepunkt stehend - er hatte sich noch kurz zuvor entschlossen, das ihm erneut angebotene Frankfurter Lehramt wieder zu übernehmen - am 27. Dezember 1950 auf der Straße zusammenbricht und stirbt ...

Es wäre zu begrüßen, wenn an dem Geburtshaus der Mutter des großen Malers, am Markt, eine Gedenktafel zur Erinnerung, aber auch zum Hinweis für viele Touristen, angebracht würde.

Auch wäre es ferner gut, bei einer Neubenennung von Straßen im Neubaugebiet den Malers Max Beckmann würdigend zu berücksichtigen.

Heinz-Bruno Krieger