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Der Scharfrichter als Arzt

partnervermittlung kostenlos ch War der Scharfrichter, wie ich im vorigen Abschnitt gezeigt habe, im Volke als Zauberer und Besitzer übernatürlicher Kräfte gefürchtet, so standen ebenso überall im Lande die Meistereien als Schauplätze überirdischen Grauens, gespenstischer Spukereien in großem Verruf.

Der Bürger oder Landmann, den nicht unbedingt die Liebe um ein krankes Kind oder ein leidendes Vieh dazu trieb, fand wohl nie den gefürchteten Weg in die Schinderei; waren doch die Scharfrichter durch Generationen hindurch in allen Zweigen der Natur- und Heilkunde bei Mensch und Vieh als heilkundige Ärzte vielfach erprobt.

Wie konnte es auch anders sein, war er, der auf der Folterbank seiner ihm aufgetragenen Pflicht getreulich nachkam, der Knochen strecken und Wunden schlagen mußte, doch am besten mit der Anatomie des menschlichen Körpers vertraut.

Seiner Verantwortung unterstand letzthin der Grad der angemessenen Folter, und er wußte es, wie kein anderer, wieviel er dem Inquisiten zutrauen konnte. Er kannte so den menschlichen Körper genau, und war es auch, der die Wunden, die er verursacht hatte, wieder heilte.

Im Dienste des Amtes und Gerichts, in dem er stand, war er hierzu sogar verordnet. Auf Rechnung dieser Stellen wurden ihm deshalb häufig Medikamente und Salben angeschafft. Was anderes blieb dem Menschen auch sonst über, als, einmal in Henkers Hand gefallen, sich somit als "unehrlich" auch seiner Hilfe und Heilkunst künftig anzuvertrauen.

In seiner Eigenschaft als Nachrichter waren ihm ja auch die entleibten Körper der Gerichteten überlassen, die er teils unterm Galgen, teils in anderer ungeweihter Erde verscharren ließ. Es war in früheren Zeiten kaum möglich, die Struktur und das Innere des menschlichen Körpers zu studieren. Die Anatomie, auf die sich ja letzthin alle ärztliche Kunst aufbaut, war als Teufelskunst verschrien. Die Kirche, als Hauptpfeiler des öffentlichen Lebens und der Wissenschaft des Mittelalters, lehnte das Eindringen und Zerlegen des Körpers grundsätzlich ab.

Ja, wie schwer es noch in späterer Zeit für einen Mediziner war zu anatomieren, erzählt uns die Lebensbeschreibung eines Arztes, der mit seinen Freunden heimlich des Nachts auszog, um vor der Stadt auf den Kirchhöfen bei den Klöstern "tote Körper, so erst bei Tage begraben", mit bewehrter Hand auszugraben. Sie wurden dann in die Stadt, in sein Haus getragen und daselbst anatomiert.

Das hatte der Scharfrichter nicht nötig. Er konnte, wie uns der Nachrichter von Nürnberg in seinem Tagebuch selbst schreibt, Gerichtete "adonamieren und schneiden". Es wurde ihm auch 1578 auf sein Ansuchen gestattet, dating site for widows and widowers "den enthaupteten Cörper zu schneiden und was inne zu seiner Arznei dienstlich, davon zu nemen".

Ein begehrtes Heilmittel war auch das Menschenfett, welches 1613 der Rat der Stadt Eger dem Scharfrichter genehmigte von einem Gehängten abzunehmen. Es heißt, "weil davon vielen Menschen Hüllf geschehen kann". Daß sich natürlich sein wirkliches Können mit dem abergläubisch-sympathischen Wissen oft mischte, und, wie schon oben gezeigt, mischen mußte, war zeitbedingt.

Da es vor 1780 noch kein Staatsexamen gab und der Doktorhut durchaus kein Privileg des Arztes war, so kam es von selbst, daß sich das Volk lieber dem Scharfrichter anvertraute als einem studierten Mann. Der gefürchtete "unehrliche" Scharfrichter wurde so zum gesuchten und begehrten Arzt und Chirurgen.

Es kam ihm dabei auch sehr zu statten, daß schon der Vater, Großvater und Urgroßvater sich praktisch in allen Zweigen der Heilkunst betätigt und bewährt hatten. Die Erfahrungen und Erkenntnisse vererbten sie so von Generation auf Generation.

Sehr interessant ist es, die Entwicklung des Scharfrichters als Arzt in unserem niedersächsischen Raume zu verfolgen. Als der am 22. Juli 1471 verstorbene Bischof Ernst von Hildesheim einbalsamiert wurde, sind die Eingeeide von dem Schinder herausgenommen und begraben worden.

Eine Tätigkeit, die unweigerlich anatomische Kenntnisse voraussetzend ihn hier schon als Arzt zeigt. (Henning Bradis' Diarium, herausgegeben von Hänselmann, Hildesheim 1896, S. 2.)

Für Hildesheim belegt finden wir einige Jahre später in einem Vertrage des dortigen Magistrats vom 21. Februar 1477 den Scharfrichter damit beauftragt, die Wöchnerinnen zu behandeln. Es wurde jedoch gefordert: dating site for widows "tein nigen Schillingen vor grof to makende" (Urkundenbuch VII. Nr. 871).

Als Herzog Julius, der Begründer der Universität in Helmstedt als junger, kaum 20 Jahre alter Prinz von seinem Vater, Heinrich d. Jüngeren, mit standesmäßigem Gefolge auf Studienreisen ins Ausland geschickt wurde, kam er u. a. auch nach der Stadt Löwen in den Niederlanden.

Hier hörte der seit seiner Kindheit durch ein schweres Beinleiden behinderte Fürst von einem geschickten Arzt, Meister Peter, der in der Nähe wohnend einen großen Ruf hatte. Diesem Manne vertraute sich Julius an und es ist originell, wie ein zeitgenössischer Biograph von der Kur dieses Meister Peter zu berichten weiß.

partnersuche internet kostenlos youtube "Der Meister hat Seine Fürstliche Gnaden auf einen Wagen mit seinen Söhnen und allerhand Instrumenten, Confortativen und Medicamenten genommen, damit man etwa kein Klagen und Geschrey hören möchte und seyn also aus Löwen nach Antorff (Antwerpen) gefahren, da Seine Fürstliche Gnaden immaßen dieselben mir solches selber erzählet, alle Meile ein Mahl herhalten und die Pein ausstehen müssen, daß man derselben die Füße mit denen präparierten Instrumenten auf dem Wagen vorwärts wieder zurechte in den vorigen Stand geschoben; darunter man dann Seine Fürstliche Gnaden mit Kraftwassern und anderen Stärkungen immer gelabet und, obwohl dieselben, wie zu ermessen, große Pein und Schmerzen davon erlitten, seynd doch dieselben so starkmüthig und beherzt gewesen, daß sie es den Tag 6 Mahl ausgehalten; uns also wiederum die Füße in den vorigen Stand kommen, dass Seine Fürstliche Gnaden besser und geschickter gehen können als zuvor."

Das Leiden war natürlich nicht ganz behoben, ein Hinkender blieb der Herzog zeitlebens. Es scheint doch durch die Kur des Meister Peter eine erhebliche Besserung eingetreten zu sein. Jedenfalls bewahrte Julius bis zu seinem Tode dem Meister Peter und dessen hilfreichen Söhnen den wärmsten Dank.

Es bedarf keiner Frage, daß dieser Meister Peter kein anderer als der Scharfrichter war. Die volksmündliche Bezeichnung, die auch von den Behörden oft übernommen wurde, war neben "Meister Hans" für den Nachrichter auch "Meister Peter".

Wir haben diese Bestätigung am besten in der Dissertation von Frau Dr. Else Angstmann, in der viele Orte und Beispiele für diese Bezeichnung des Scharfrichters angegeben sind.

Als der als Paracelsus berühmt gewordene große Arzt Theophrastus Bombastus von Hohenheim sich zu Anfang des 16. Jahrhunderts auf abenteuerlicher Wanderung durch die deutschen Gaue befand, waren es nach seiner eigenen Aussage die "Landfahrer, Nachrichter und Scherer, Einfältige und Gescheite", die ihm ihr Wissen über allerlei Heilmittel kundgaben.

Dieses Bescheidwissen in der Natur war es, was die unehrlichen Leute so vor der Wissenschaft der damaligen gelehrten Welt auszeichnete. So ist es vielleicht auch verständlich, wenn man von dem Scharfrichter unter diesen Gesichtspunkten gesehen eine ganz andere Beurteilung hatte als von dem studierten Arzte.

Vom Scharfrichter Uder in Osterode wird erzählt, daß er vielen Leuten geholfen habe, die kein Arzt gesund machen konnte. Sein Urenkel Georg Uder (1795 Scharfrichter zu Magdeburg, gestorben 1809 zu Crimmensen bei Einbeck) war ein weitberühmter Wunderdoktor und dessen Sohn, Scharfrichter Uter in Königslutter, war ein gescheiter Kerl, klüger als alle Doktoren im ganzen bronswikschen Lanne".

Als Meister Valentin Matz in Hamburg nach einer schlecht vollzogenen Exekution sein Amt als Nachrichter aufgab, wurde er Arzt. "Er verstand sich besser auf Wurzeln und Sympathie, als mancher gelehrte Doktor", so sagte man in den Straßen und auf den Schiffen der alten Hansestadt.

Da der Scharfrichter, in seinem Nebenberuf als Abdecker, in steter Berührung mit allerlei Tierkadaver kam, so blieb es nicht aus, daß er mit der Zeit auch über den Bau und die Krankheiten der Pferde, des Rindviehs und der anderen Haus- und Nutztiere gut Bescheid wissen mußte. Ja, man kann sagen, daß der Wasenmeister der erste war, der sich über die Ursachen und Wirkungen der Tierkrankheiten Gedanken machte. Er hatte so neben dem Ruf als Arzt auch den eines tüchtigen Tierarztes.

So kam es, daß man bei der Anstellung eines neuen Scharfrichters häufig darauf sah, ob er in der Heilkunde für Mensch und Vieh gut Bescheid wußte.

Als zu Anfang des 17. Jahrhunderts der Wolfenbütteler Meister Dietrich Fahner stirbt, bewirbt sich Meister Hans Günter, Nachrichter zu Halberstadt, um Amt und Stelle eines Scharfrichters in der "Vestung" Wolfenbüttel. Um seine Bewerbung noch zu bekräftigen, bittet er die Herzogin-Witwe Elisabeth, geb. Prinzessin von Dänemark, ihn doch bei ihrem Sohne, dem regierenden Herzog Friedrich Ulrich zu unterstützen.

Wir wissen, daß Friedrich Ulrich, von Natur ein schwacher Fürst, viel auf die Meinung seiner Umgebung hielt. Auch hier wird das Wort der Mutter Gehör gefunden haben.

In einem Schreiben an den Rat der Stadt Halberstadt sagt nun die Herzoginmutter, headline for dating site female "daß er (Meister Hans) nicht nur zu diesem Amte genügend qualifiziert, sondern auch vor allen Dingen ein gutter Pferde-Arzt sey, auch manniglichen Schaden zu heilen wohl verstehet. Als haben Wir dem hochgeborenen Fürsten Unseren freundlichen, vielgeliebten Herrn Sohn, Herrn Fürsten undt Herzogen zu Braunschweig und Lüneburg, Ihren Meister Günter commendiret und bitten ihn doch keine Schwierigkeiten zu machen."

Jedenfalls ein Beweis, daß der Scharfrichter von Wolfenbüttel als Pferdearzt im herzoglichen Gestüt herangezogen wurde. Wir finden ihn auch noch im selben Jahre, 1618, von Friedrich Ulrich bestätigt und als Scharfrichter privilegiert.

Wie großen Wert auch anderen Orts auf die Fähigkeit des Scharfrichters als Arzt gelegt wurde, ersieht man auch aus dem Zeugnis des Nachrichters Hans Pfeffer, welches ihm von den Herren von Bartensleben auf Schloß Wolfsburg 1662 ausgestellt wurde.

Dieser Pfeffer, vormals Scharfrichter zu Vorsfelde, hatte die Meisterei und Abdeckerei im Hagen zu Braunschweig von dem Meister Peter Brauns übernommen. Als nun sein Schwiegervater, der gewesene Scharfrichter in der Altstadt, gestorben war, bewarb sich Hans Pfeffer auch um diese Stelle.

Das Zeugnis der Bartensleben ist nicht ohne einen kulturgeschichtlichen Wert, darum lasse ich es hier folgen:

erfahrungen partnervermittlung russland "Demnach uns sämptlichen respectife Gevetteren und gebrüderen von Bardensleben auf Wolffesburg und Brohma Erblaßen Hanß Pfeffer itziger Scharffrichter im Hagen zu Braunschweig, zu verstehen gegeben, welcher gestalt, nachdem sein Schwiegervater gew. Scharffrichter in der altenstadt zu Braunschweig verwichener Zeit mit tode abgegangen und ehester tage sothane ledige stelle mit einen tüchtigen Meister hin wiederumb zu besetzen sein würde, bey E. E. hochweisen Raths daselbst, auch er nebst andern umb solche Meisterey angehalten, und dazu gerne befordert seyn möchte, Und dahero Bey uns gebührende ansuchung gethan daß weil zu seiner Beforderung ein gezeugniß seine Zeit bey uns Erdiensten gewesen guten verhaltens merklichen zustatten kommen wurde, Ihm daßselbige zu ertheilen Belieben möchten, wir auch solche seinen billigmäßigen suchen gerne zu deferiren keine umbgang gewußt. Ale thun Kunt und bekennen hiemit für Jedermänlichen daß gedachter Meister Hanß Pfeffer, in die acht Jahre die Meisterey zu Vorsfelde Verwaltet, in solcher Zeit nicht allein in unsern, sondern in der nähe gelegenen fremden Gerichten, bey für gefallenen Executionen sein Ambt mit Stranguliren und dergl. wol und ohne einzigem Mangel verrichtet, in gleichen bey vorgewesener torturen, daß ienige was einem Scharffrichter in solchen fällen gebühret, mit gut gnügen wol exerzieret hineben auch zu Heilung unterschiedlicher vieler Arm und Beinbrüche auch Einrichtung verrückter glieder sich gebrauchen laßen, und die Patienten darunter auch zum theil unsere eigene Diener gewesen, keines weges versäumet, sondern viel mehr dieselben glücklich curiret und wider zu rechte und zu vorigen gedundheit gebracht, im übrigen auch sonstens in seinem Dienst dero gestalt, daß das geringste nicht über ihm zu klagen wißen, Bezeiget und verhalten, Welches den zu seynem der wahrheit, hiermit unter gewöhnlichem gesambt-Zusiegel ertheilen wollen. So geschehen Wolffesburg den 9. Octobr. Anno 1662."

Meister Hans Pfeffer hatte Glück. Er wurde mit der Scharfrichterei auch in diesem Stadtteil belehnt. Sein Enkel, Johann Andreas Pfeffer, der 1727 an Stelle seines Vaters Nachrichter der Stadt wurde, war der letzte Meister, der in dem Jahre 1756 die auf der Mauernstraße belegene Meisterei zur gerichtlichen Subhastation brachte.

Daß es selbstverständlich auch unter den Scharfrichtern als ärztliche Kurpfuscher üble Subjekte gab, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Sie waren genau wie alle anderen Menschen jener Zeit vom Wust des Aberglaubens und der "Sympathie" umgeben.

Als in Warberg 1664 ein Amtspferd vor dem Wagen ein Bein bricht, schickt man sofort zum Nachrichter nach Schöningen und fordert ihn auf, zum Amte Warberg zu kommen, um hier gegen Belohnung festzustellen, ob das Pferd noch zu heilen sei. Doch dieser Meister Christoph Förster ist ein hartgesottener Kerl. Er erscheint nicht. Als nun das Tier der großen Hitze wegen totgestochen wird, bleibt er noch sieben Tage aus, bis er seine Knechte schickt, den Kadaver abzuschleppen.

Dieses diente natürlich nicht zur Bekräftigung des Verhältnisses zwischen dem Amte und dem Scharfrichter. Der Amtmann von Warberg wendet sich nun an den Landesherren Herzog August d. J. nach Wolfenbüttel. Er sagt u. a., partnersuche raum braunschweig "wie ich nun den Nachrichter anbefohlen, er solle die Haut ans Ambt pringen, maßen solches in Ew. Hoch-Fürstlich ganzen Lande fast bey allen Ambten hergepracht, so hat der Kerl die haut mit weggenommen undt ein Hauffen unnützer Worte zurück erwiedern laßen."

Der Amtmann bittet nun, dem Nachrichter zu bedeuten, unverzüglich die Sterbehäute auf das Amt zu liefern, partnersuche internet kostenlos nutzen "zumal das bey des Amtmannes Röhrichen Zeiten schon gewesen, oder aber ob der Nachrichter von Helmstedt kann wieder zugelassen werden, weillen derselbe vor langen Jahren die Meisterey bey Warberg gehabt, von dene Kundte das Ambt alle Jahr 6 oder 7 Rthlr. genießen und zu Register bringen."

Für die als unehrlich verschrienen und geachteten Scharfrichter war der Drang, mit dem sie sich auf die Ausübung der ärztlichen Tätigkeit stürzten, ein Beweis, daß in ihnen mehr steckte als das Volk auch nur im geringsten ahnte.

So kam es, daß sich verschiedene durch außergewöhnliches Können auszeichneten. 1679 erhielt so Meister Philipp Hartmann das kaiserliche Privileg good iphone dating apps "ohne einigen Vorwurf als Medicus zu practiciren".

Diese Ehre nahm auch ein Monsieur Fuchs für sich in Anspruch, der behauptete, Augen, Bruch-, Stirn-, Wund- und Wurm-Arzt zu sein, mit Kopf-, Brust- und Magen-Trisineth. Fuchs bereiste die Jahrmärkte und führte 1742 im Hamburger Herbstmarkt mit seinem Hanswurst und dreien Heyducken so tolle Schwänke auf, daß die in unverschämtester Weise durch ihn verspotteten Schneidergesellen einen Tumult erregten, der nur durch Waffengewalt gemeistert wurde.

Finden wir die Scharfrichterfamilie Hartmann in Thedinghausen, so ist die Familie Fuchs für viele Meistereien unseres Landes und weit darüber hinaus nachweisbar. Ja, sie haben sich bis auf den heutigen Tag in "der Fahrt" gehalten.

Besonders dieses Geschlecht verdient hier erwähnt zu werden, da es wie kaum ein zweites viele namhafte Ärzte hervorgebracht hat. So hatte z. B. Samuel Christoph Fuchs 1727 als best iphone gay dating apps "Doctorandus Medicus, beide Examen ausgestanden, dann auch Disputationen in auguralem wirklich elaboriret und mit consens löbl. medicinischer Facultät drucken lassen, des Vorsatzes, solche promore in Cathedra zu defentiren und folglich das Diploma Medicinae Doctoratus zu erhalten".

In Halle hatten zwei seiner Brüder ihren "Doctor med." erlangt und in Duisburg hatte ein dritter Bruder zum Dr. med. promoviert.

In Frankfurt a. M. war ein Arzt Fuchs 1735, der eines Scharfrichters Sohn gewesen. Er war mit einer Bürgerstochter verheiratet und saß im Rate auf der dritten Bank.

Den Gipfel aber erklommen zwei Meister von der blutigen Henkerszunft, die fortan als Vorbild aller Scharfrichter galten. Es war dieses der Nachrichter von Kassel, Meister Messing, der als Arzt so geschickt und berühmt wurde, daß er sein Amt niederlegte, zum Doktor der Medizin promovierte und bei einer königlichen Standesperson Leibarzt wurde.

Ihm zur Seite steht Hof- und Leibmedicus König Friedrich I. von Preußen, der ehemaligen Scharfrichter Meister Coblenz.

Heinz-Bruno Krieger