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Der Scharfrichter als Diener der Obrigkeit

frauen aus weissrussland heiraten In den Zeiten, da jede Landschaft, ja fast jede Stadt ihr eigenes Recht hatte und nach diesem die Übeltäter strafte, ging es in keinem fürstlichen Gerichte und in keiner Stadt ohne das wichtige Amt des Scharfrichters zu.

In der Stadt Braunschweig findet er schon recht früh Erwähnung. In der Femegerichtsordnung, die etwa aus der Zeit um 1312 stammt, lesen wir, daß der Büttel oder Scharfrichter sich gutachtlich über die Länge der Strecke äußern soll, auf der ein Angeklagter beim Gottesurteil das glühende Eisen bis zum Male tragen soll. Es heißt dort wörtlich [1]:

suche frauen aus weißrussland "Dat ordel scullen spreken de bodel ofte (d. h. oder) de scarperichtere..."
und weiter:

sending the first message on a dating site examples "de bodeln unde hengere scullen des fures (Feuers) unde des isernes (Eisens) plegen to der luchteren hand des richteres up eneme trendelleke" (Kohlenbecken).

Wir haben hier also eine Übergangsstufe von der noch mit allen Ehrenrechten ausgestatteten Stellung des Fronboten im Sinne des Sachsenspiegels zu der des Nachrichters als eines untergeordneten Gehilfen des Richters vor uns.

Auch Wolfenbüttel, die Residenz und Festung der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel, wird schon früh den "Angstmann" in ihren Mauern gehabt haben. Mit besonderen Privilegien ausgestattet, war der Wolfenbütteler Scharfrichter Jahrhunderte hindurch der Vorgesetzte und Besitzer fast aller "Meistereien" und Abdeckereien im Lande Braunschweig.

Da er die Meistereien, die er zu Lehen trug, mit seinen zahlreichen Söhnen, Vettern und Enkeln zu besetzen pflegte, waren die meisten Schelmensippen im weiten Umkreise untereinander verwandt.

War der Vollzug der Todesstrafe im frühen Mittelalter wie in germanischer Zeit noch eine Angelegenheit der Gemeinschaft des zu Gericht sitzenden Volkes gewesen, so war mit dem Wachsen städtischer Macht und dem Aufblühen der mächtigen Hanse im späteren Mittelalter auch das einst so ehrsame Amt des Fronboten, an dem kein Makel haftete, dem des um Lohn tötenden oder quälenden Scharfrichters und Henkers gewichen.

Was lag wohl näher als daß dem Inhaber eines solchen "unehrlichen", d. h. ehrlosen Amtes auch alle solche Arbeiten zugeteilt wurden, die sonst niemand gern übernehmen wollte? So kam es daß er verpflichtet wurde, alle in seinem Bezirke befindlichen Kloaken und Kanäle in den fürstlichen Schlössern zu reinigen. Zu dieser Arbeit mußten sämtliche Abdeckereien im Lande dem Scharfrichter ihre Knechte unverzüglich zu Hilfe schicken [2].

War in einer größeren Stadt wie Braunschweig, Goslar oder Augsburg ein öffentliches Freudenhaus vorhanden, so wurde der Scharfrichter damit beauftragt, die käuflichen Dirnen zu beaufsichtigen. So heißt es in dem sogenannten Ordinarius der Stadt Braunschweig, einer Sammlung städtischer Rechtssatzungen aus dem späteren Mittelalter [3]:

partnersuche in erfurt zoo "Vortmer holt de ghemeyne rad eynen scharprichter unde lonet deme unde kledet öne. Wat syn anmecht (Amt) is dat weyt me wol. To dem lone dat ome de rad gifft Schullen ome geuen de ghemeynen openbaren wiuer: alse de in dem roden klostere, unde up der murenstrate, unde deienne (derjenigen) de openbare eynem iowelken meyne syn geuen de werdinnen (Wirtinnen) iowelk to der wekene eynen penningh, unde ore meghede iowelk to der wekene eyn scherff. Sunder (ausgenommen) myt deniennen de in neynem openbaren huse syn schal he sek beweren unde sek an one nycht begrypen."

Das Einfangen toller und wild herumstreifender Hunde durch die Knechte des Nachrichters war noch bis in das 19. Jahrhundert hinein seine Aufgabe.

Wie sehr er sich gerade durch dieses ihm aufgetragene Amt im Volke verhasst machte, ersehen wir am besten aus den zahlreichen Polizeiverfügungen in den "Braunschweigischen Anzeigen", die immer wieder den Nachrichter in ihren Schutz stellen. Es ist längst erwiesen, daß der Hundefänger, auch Racker (Rackerknecht) genannt, als Kinderschreck niemals die ihm eigene Wirkung erzielt hätte, wenn er nicht personengleich mit dem Nachrichter gewesen wäre.

Da das Amt des Scharfrichters stets blutig und mit viel Schmerz und Qual verbunden war, nannte man ihn den Angstmann, den Meister Ungenannt, den Schinder, dessen bloßer Anblick, geschweige dessen Berührung schon entehrte.

Bedenkt man, daß die Zünfte des Mittelalters bis in die Neuzeit hinein, jeden, der auch nur einen Gehenkten abschnitt, der einen Selbstmörder dem feuchten Element entriß, oder nur ein Aas berührte, ja aus Versehen oder Notwehr einen Hund tötete, aus ihrer Gemeinschaft ausschloß, so ist es nur um so verständlicher, daß der, der durch des Gesetzes Befehl Menschen folterte und quälte, der keine Gnade kennen durfte, die größte Abscheu und Verachtung der Umwelt erntete.

Zu dem Handwerkszeug der Scharfrichter gehörte neben den Richtschwertern, die oft aufs kunstvollste verziert, sich durch Generationen vererbten, und den Henkersbeilen noch die Räder. Mit diesen wurden den zum "Gerädertwerden" verurteilten Delinquenten die Glieder am lebendigen Leibe zerschmettert, um dann auf die Räder geflochten, den Vögeln als Fraß zu dienen. Daß die Foltergeräte mit ihren Daumenschrauben, Rasseln, gespickten Halsbinden, Folterbänken u. a. m. ebenfalls zu diesem Werkzeug der Nachrichter gehörte, ergibt sich von selbst.

Wie furchtbar grausam und gänzlich unmenschlich die Justiz jener Tage war, zeigt uns eingehend die Vollstreckung des Todesurteils an dem Bürgerhauptmann Henning Brabant am 17. September 1604 in Braunschweig.

[1] Urkundenbuch der Stadt Braunschweig, herausgegeben von L. Hänselmann, Braunschweig 1873 ff. Band l, Seite 29.

[2] Akten des Staatsarchives Wolfenbüttel L. alt, Abt.2, III. 1-4. vgl. auch Karl Rose, Heimatbuch der Salzstadt Schöningen II.Teil S.46 ff.

[3] Urkundenbuch der Stadt Braunschweig, Band l, Seite 170.

Heinz-Bruno Krieger