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Arzt und Heimatforscher Dr. med. Fritz Barnstorf

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Obermedizinalrat i. R. Dr. med. Fritz Barnstorf, Königslutter, Facharzt für Nerven- und Geisteskrankheiten, langjähriger leitender Arzt und stellvertretender Direktor des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Königslutter feiert am Freitag dem 14. Mai, 1971 seinen 70. Geburtstag.


Dr. med. Fritz Barnstorf Viele Menschen in Stadt und Land, wünschen dem verdienten Arzt und Heimatforscher gerade zu diesem Anlaß viel Freude und Gesundheit - war er es doch, der sich ein langes Leben hindurch immer mit viel Verständnis und großer Herzensgüte den "Ärmsten der Armen", den Nerven- und Geisteskranken - gewidmet und geopfert hat.

Fritz Barnstorf ist aber darüber hinaus immer ein Mann gewesen, der sich offen für das Recht und ganz besonders für die Belange der Heimat eingesetzt hat! Einem uralten Bauerngeschlecht unserer braunschweigischen Heimat entsprossen, deren Vorfahren in breiter Linie seit vielen Jahrhunderten auf den Höfen vieler Dörfer saßen, erblickte er am 14. Mai 1901 in Dettum an der Asse das Licht der Welt.

In Weferlingen, auf dem elterlichen Hofe, in dessen Areal sich die alten Burgwälle des "festen Hauses Weferlingen" befinden, verlebte er die Jahre der Kindheit - geborgen und behütet im Kreise der Familie, die noch geprägt war von der Verantwortung gegenüber der Heimat und den Ahnen.

Als Schüler des Martino-Katharineums in Braunschweig erhielt Fritz Barnstorf eine gute, fundamentierte Bildung, deren humanistische Prägung ihn für das ganze Leben formen sollte.

Hier in Braunschweig erlebte er auch jene schweren Sturm- und Drangjahre des ersten Weltkrieges, die mit der Revolution 1918 und den folgenden politischen Unruhen, die "goldenen 20er Jahre" einleiteten.

Wie sehr Dr. Barnstorf mit seiner alten Schule verbunden ist, sehen wir an seinen feinsinnigen "Erinnerungen", die er seinen alten Lehrern in der Festschrift zur 550-Jahrfeier (1965) gewidmet hat.

Die Liebe zur Heimat aber, war neben dem Dienst an den Kranken, immer das vornehmste Anliegen, was Dr. Barnstorf sich gestellt hat! In unzähligen Aufsätzen und in mühsamer Kleinarbeit spannt sich ein weiterer Bogen, der von der Genealogie über dir Volkskunde bis zu den speziellen Gebieten der Geistesgeschichte, der Medizin und an deren Disziplinen reicht.

Unvergessen die vielen Vorträge in weiter Runde, die den tiefreligiösen Arzt in seiner Stellung zu den Schwierigkeiten des Lebens zeigten; unvergessen die Referate vor Vereinen, Volkshochschulen und anderen Institutionen, in denen er Lebensbilder über Professor Beireis, Pastor Stutzer und viele andere Persönlichkeiten unserer Braunschweigischen Vergangenheit, einer großen Zuhörerschaft nahebrachte Besonders war es hier immer die Forschung um die Trivialliteratur, die vorher fast unbekannt in der Heimatforschung gewesen ist.

In den Jahren 1931 - 1934 war Dr. Barnstorf als junger Assistenzarzt in Königslutter an der damaigen "Landes-Heil- und Pflege-Anstalt" tätig. In diese Zeit fällt auch seine Eheverbindung mit der Gespielin seiner Kindheit - der Tochter des alten Dorfschulmeisters seines Heimatdorfes, Kantor Utermöhlen zu Weferlingen, die als beliebte, junge Lehrerin, damals ebenfalls in Königslutter an der Schule Dienst tat.

Nach einigen Jahren der Abwesenheit, kam Dr. Barnstorf 1940 wieder zurück in die kleine Elmstadt, die ihm so recht ans Herz gewachsen ist.

1952 zum Obermedizinalrat und stellvertretenden Direktor des Niedersächsischen Landes Krankenhauses ernannt, finden wir ihn in der Folgezeit im "Rate der Stadt", in der Landessynode der "Braunschweigischen Landeskirche" - der er viele Jahre angehörte - und im Vorstand des "Braunschweigischen Landesverein für Heimatschutz" - um hier nur einige, wenige Ehrenämter zu nennen, die den Lebensweg dieses aufrechten Mannes bestimmt haben.

Ein Höhepunkt aber, in dem Auf und Ab der Jahrzehnte, war die 1000-Jahrfeier seines Heimatdorfes Weferlingen an der Asse, im September 1965 - die letzthin nur der Initiative Barnstorf zuzuschreiben ist! Er war es, der keine Mühe und Arbeit scheute, in den Archiven die Vergangenheit des Dorfes und seiner Bewohner zu erforschen.

Diese Forschung wurde in vorbildlicher Publikation einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seine Heimatgemeinde dankte ihrem treuen Sohn damit, in dem sie ihn am 4. September 1965 zum Ehrenbürger der Gemeinde Weferlingen ernannte.

Wie vieles wäre noch zu sagen über diesen Mann, über seine Arbeit, die vielen gerichtsmedizinischen Gutachten, die immer bereite Konfrontation mit den Menschen? Er war ein Freund des Dichters Werner Bergengruens, zu dem ihn eine seelische Verwandschaft schon früh hinzog.

Die Dichter und Denker des Braunschweigischen Raumes, die sich als "Kleiderseller" füllten, und im "alten Weghaus" in Stöckheim zwanglos zusammen kamen, zählten auch ihn zu den ihrigen.

Otto Klages, der unermüdliche Forscher und Sammerler-Mäzen vieler Schulen und Institutionen, sagt von Dr. Barnstorf: "Ihm verdanke ich soviel Freude und Mut zu den Schönheiten des Lebens, daß ich dieses gar nicht in Worte kleiden kann".

Fritz Barnstorf hat das "Biblische Alter" erreicht. Sein Lebensweg war ein steter Dienst an seinen Mitmenschen, ein Dienst an unsere Heimat!

"Und ist es köstlich gewesen, so ist es Mühe und Arbeit gewesen" - so sagt der Psalmist in der heiligen Schrift. Wir - seine Freunde, im Braunschweiger Land, haben ihm viel zu verdanken.

Auch in Zukunft wünschen wir "unserem" lieben Doktor Barnstorf, daß er noch viel Freude und Gesundheit im Kreise der Familie und seiner Freunde erleben darf. Die Heimat aber sagt ihrem großen Sohn Dank!