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Das Steinkreuz auf dem Olla bei Eilum

chat rooms for android users Nordwärts des Dorfes Eilum, an der Straße, die von Evessen nach Schöppenstedt führt, befindet sich auf der höchsten Erhebung (160 m) der Straße in der Nähe des Kilometersteines 19,6 km "auf dem Olla" ein altes, verwittertes Steinkreuz.


Kilometer 19,5 auf dem Olla Es gehört ursprünglich zur Gemarkung der Gemeinde Eilum und wird das Kreuz sein, von dem unser Gewährsmann (der Pastor aus Ührde) um 1790 folgendes sagt:

"Denkmäler und Alterthümer sind zu Eilum und Weferlingen sehr wenige (!). Die aber noch da sind, sind durch das Alterthum sehr verunstaltet. So gibt es denn zum Exempel vor Eilum auf unserm Holzwege noch einen Stein, der die Form eines Creuzes hat, aber mehrenteils versunken ist."

Wir ersehen an diesem Beispiel, daß man das alte Kreuz von seinem ursprünglichen Aufstellungsort fortnahm und an der neuen Landstraße, die in der westfälischen Zeit 1808/09 über den Olla gelegt wurde, wieder neu aufstellte.
Das Steinkreuz auf dem Olla Wohl kein zweiter Platz und keines der vielen einsamen Steinkreuze in der weiten Elmlandschaft ist in großer Runde so bekannt und von einem dichten Kranz vieler geheimnisvoller Sagen umgeben, wie das alte Kreuz auf dem Olla vor Schöppenstedt. Es ist ein altes, vorgeschichtlich bedeutendes Gebiet, welches der Wissenschaft noch heute viele Rätsel aufgibt.

Hier sind Gräberfelder aus der Zeit der römischen Kaiser und auch solche aus der Völkerwanderungszeit festgestellt worden, und zahlreiche von dort stammende Fundstücke geben wertvolle Aufschlüsse über die Frühgeschichte des südwestlichen Elmvorlandes.

Auf dem Olla wurden daneben viele alte Hufeisen, Scherben und prähistorische Waffen gefunden, die den verschiedensten Zeitepochen entstammen und Kunde bringen von der bewegten Vergangenheit dieser Höhe.

Ob sich nun hier das alte Dorf Mollumstedi befand, welches der Pastor von Evessen Falke in seiner "Traditio Corbisensis" (pag. 294) in der Gegend von Schöppenstedt am Olla sucht und von dem beurkundet ist, daß es mit vielen anderen Orten am Elm durch einen Tauschvertrag des Abtes vom Kloster Corvey an der Weser mit Otto dem Erlauchten in den Besitz der Liudolfinger gekommen ist, steht nicht fest.

Immerhin kann es aber in dieser Gegend um den Olla zu suchen sein, da ja die Bansleber Dorf-, Feld- und Wiesenbeschreibung von 1752 (im Staatsarchiv zu Wolfenbüttel) eine Flurbezeichnung "am Molla" und "Mollacker" kennt, während die gleichaltrigen Dorfbeschreibungen von Ampleben und Eilum "am Ollaberg" und "der Ollakamp" nennen.

Auch die Flurbezeichnung dieser Höhe "Olla" ist noch nicht einwandfrei gedeutet.

Richard Andree glaubt, sie sei aus den Wortstämmen ohe - Iah, welches soviel wie Wald oder Busch bedeuten könnte, gewachsen. Es wäre dann eine ursprünglich bewaldete Höhe gewesen, die geheimnisumwittert die Landschaft diesseits des Elmvorlandes beherrschte.

Werner Flechsig, der beste Kenner der ostfälischen Mundartforschung und Lautentwicklung bedauert, daß uns ältere Belege für diesen "eigenartigen Flurnamen" fehlen.

Es dürfte somit der Zukunft überlassen bleiben, hier Licht in das Dunkel zu bringen.

Heinz-Bruno Krieger 1955